Invalidität

Auskünfte über die AHV-Beitragspflicht und die Höhe der AHV-Beiträge erteilt die AHV-Zweigstelle Ihres Wohnortes oder die zuständige Ausgleichskasse. Weitere Angaben finden Sie auf dem Merkblatt 2.03 der AHV/IV «Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO» (abrufbar unter www.ahv-iv.info).

Seitens BVK werden von den Invalidenleistungen keine AHV-Beiträge in Abzug gebracht.

Anspruch haben Personen, die infolge Krankheit oder Unfall zu mindestens 25% invalid sind und bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der BVK versichert waren. Über das Vorhandensein und den Grad der Invalidität wird aufgrund in erster Linie einer Untersuchung durch eine Vertrauensärztin oder einen Vertrauensarzt der BVK entschieden.

Ja. Es wird zwischen Berufs- und Erwerbsinvalidität unterschieden.

Berufsinvalidität liegt vor, wenn die versicherte Person ihre bisherige Berufstätigkeit aus gesundheit­lichen Gründen voraussichtlich bleibend oder eine längere Zeit nicht mehr oder nicht mehr vollständig ausüben kann.

Eine Erwerbsinva­lidität liegt vor, wenn die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit weder die bisherige Berufstätigkeit noch eine andere zumutbare Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise ausüben kann.

Die Höhe Ihrer Invalidenrente ist auf Ihrem Vorsorgeausweis aufgeführt. Sie beträgt bei einer vollen Berufs- oder Erwerbsinvalidität 60% des versicherten Lohnes. Bei teilweiser Invalidität wird die Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad  festgesetzt. Die genauen Zahlen finden Sie auf unserem Merkblatt «Leistungen bei Invalidität».

Der Anspruch beginnt nach dem Ende der Lohn- oder Lohnersatzleistungen (Taggelder von Versicherungen) und erlischt mit dem Wegfall der Invalidität oder im Todesfall, spätestens aber mit Vollendung des 65. Altersjahres. Danach wird die Invalidenrente in eine Altersrente umgewandelt.

Die Berufsinvalidenrente wird längstens für 2 Jahre ausgerichtet. Nach Ablauf der 2 Jahre wird diese durch eine Erwerbsinvalidenrente abgelöst, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Bei Personen, die bei Leistungsbeginn das 50. Altersjahr vollendet haben, entfällt die zweijährige Befristung der Berufsinvalidenrente.

Bei dauerhaften und erheblichen Änderungen des Invaliditätsgrades wird die Rente angepasst. Dauerhaft ist die Änderung, wenn sie voraussichtlich mehr als ein Jahr besteht; wesentlich, wenn sie mehr als 10% beträgt.

Nein. Für die Berech­nung der Altersrente wird das Sparguthaben auf der Basis des im Zeitpunkt der Invalidisierung versicherten Lohnes weitergeführt. Im Alter 65 wird das weitergeführte Spar­guthaben mit dem Rentenumwandlungssatz in eine Altersrente umgewandelt.

Vollinvaliden wird nebst der Invalidenrente ein Zuschuss von CHF 21‘330 (75% der maximalen einfachen AHV-Rente) ausgerichtet, bis die Leistungen der AHV/IV einsetzen.

Bei Teilinvaliden wird der Zuschuss nach dem Invaliditätsgrad festgesetzt und bei Teilbeschäftigung zudem entsprechend dem Beschäftigungsgrad herabgesetzt. Massgebend ist der Beschäftigungsgrad vor der Invalidisierung.

Spricht die Eidg. Invalidenversicherung rückwirkend Leistungen zu, hat die invalide Person den Zuschuss für den gleichen Zeitraum und im Umfang der Leistungen der Eidg. Invalidenversicherung der BVK zurückzuerstatten.

Wichtig: Die Anmeldung bei der Eidg. Invalidenversicherung hat spätestens 6 Monate nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit zu erfolgen. Andernfalls besteht der Anspruch auf den Überbrückungszuschuss erst ab dem frühestmöglichen Beginn der Rentenleistungen der Eidg. Invalidenversicherung.

Ja. Als invalide Person haben Sie Anspruch auf Invalidenkinderrenten für Ihre Kinder sowie für Stief- und Pflegekinder, soweit Sie nachweislich für deren Unterhalt aufkommen.

Die Invalidenkinderrente wird ausgerichtet bis zum Ende des Monats, in welchem das Kind das 20. Altersjahr vollendet. Für Kinder, die noch in der Ausbildung sind oder eine ganze Rente der Eidg. Invalidenversicherung beziehen, dauert der Anspruch bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Altersjahres.

Die Invalidenkinderrente beträgt 20% der Invalidenrente.

Die Invalidenleistungen der BVK werden gekürzt, soweit sie zusammen mit Leistungen anderer (in- und ausländischer) Sozialversicherungen und weiterhin erzieltem Erwerbseinkommen den mutmasslich entgangenen Bruttoverdienst (100%) übersteigen.

Sie müssen der BVK jede Änderung unverzüglich melden, welche den Leistungsanspruch beeinflusst. Dazu zählen insbesondere:

  • Veränderung des Gesundheitszustandes
  • Zusprache von Leistungen anderer in- und ausländischer Versicherungen
  • Beschlüsse betreffend Veränderung des Invaliditätsgrades der Eidg. Invalidenversicherung, Unfallversicherung oder Militärversicherung
  • Aufnahme/Aufgabe einer Erwerbstätigkeit oder Veränderung des Erwerbseinkommens
  • Geburten, Todesfall, Zivilstandsänderung und Änderungen in Pflegeverhältnissen
  • bei über 20-jährigen Kindern: Aufnahme, Unterbruch oder vorzeitige Beendigung der Ausbildung sowie Zusprache einer ganzen IV-Rente oder deren Wegfall
  • Untersuchungshaft, Straf- oder Massnahmenvollzug im In- und Ausland

Unrechtmässig bezogene Leistungen sind der BVK zurückzuerstatten.

Ja. Ein Einkauf wirkt sich jedoch nicht auf die Höhe der Invalidenrente aus. Er erhöht das Sparguthaben und damit die voraussichtliche Altersrente.

Unbezahlter Urlaub

Ein unbezahlter Urlaub liegt vor, wenn eine angestellte Person für eine bestimmte Zeit von der Arbeitsleistung befreit ist. Im Gegenzug erhält sie für diese Zeit keinen Lohn. Das Anstellungsverhältnis bleibt aber bestehen.
Kein unbezahlter Urlaub liegt vor, wenn das Anstellungsverhältnis wegen Kündigung bzw. Befristung ausläuft. Wird nach einem Unterbruch beim gleichen Arbeitgeber ein neues Anstellungsverhältnis begründet oder wird eine Erwerbstätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber angenommen, gilt dies nicht als unbezahlter Urlaub.

Ja. Sie müssen dafür besorgt sein, dass ein unbezahlter Urlaub vom Arbeitgeber bewilligt und der BVK schriftlich gemeldet wird.

Ein unbezahlter Urlaub von bis zu 14 Tagen wird von der BVK nicht beachtet. Die Spar- und Risikoversicherung wird weitergeführt, als würde der unbezahlte Urlaub nicht stattfinden.

Bei einem unbezahlten Urlaub von über 14 Tagen bis zu einem Monat wird Ihre Beitragspflicht eingestellt. Die Risikoversicherung zur Absicherung der finanziellen Folgen im Invaliditäts- oder Todesfall läuft beitragsfrei weiter. Hingegen wird der Sparprozess für die Altersvorsorge eingestellt.

Dauert der unbezahlte Urlaub länger als einen Monat bis längstens einem Jahr, werden Versicherungsschutz und Beitragspflicht eingestellt. Tritt während der Dauer des Urlaubs ein Invaliditäts- oder Todesfall ein, haben die Berechtigten Anspruch auf die Freizügigkeitsleistung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Freizügigkeitsleistung».

Ja. Sie können die Risikoversicherung (Invaliditäts- und Todesfall) auf eigene Rechnung und gegen Vorauszahlung des Risikobeitrags von Urlaubsbeginn bis Urlaubsende weiterführen. Der Risikobeitrag beträgt 2% des letzten versicherten Lohnes. Der Sparprozess für die Altersleistungen wird während dieser Zeit nicht weitergeführt.

Sie finden das entsprechende Antragsformular im Downloadbereich auf unserer Webseite unter Formulare. Damit der Versicherungsschutz gewährleistet bleibt, muss das vollständig ausgefüllte und vom Arbeitgeber unterschriebene Formular 1 Monat vor Antritt des Urlaubs bei der BVK eingegangen sein. Dies gilt sinngemäss auch bei einer Verlängerung des Urlaubs.
Bitte beachten: Verspätet eingegangene Anträge führen zur Ablehnung des Gesuchs.

Dauert der unbezahlte Urlaub länger als 1 Jahr, tritt die versicherte Person aus der BVK aus. Sie erhält eine Freizügigkeitsleistung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Freizügigkeitsleistung».

Aufwertung Sparguthaben

Sollten Sie sich vor Ablauf der fünf Jahre pensionieren lassen, so wird Ihnen der noch nicht gutgeschriebene Aufwertungsbetrag auf den Zeitpunkt der Pensionierung gutgeschrieben. Sie erhalten folglich die volle Aufwertung.

Bei einer Teilpensionierung erfolgt die sofortige Gutschrift anteilmässig entsprechend dem Pensionierungsgrad.

Die Aufwertung bei Pensionierung erfolgt unabhängig davon, ob die Altersleistung in Form einer Altersrente oder in Kapitalform bezogen wird.

Während eines unbezahlten Urlaubs von mehr als 14 Tagen und weniger als 1 Jahr (d.h. in Monaten ohne ordentliche Spargutschriften) erfolgt keine Aufwertung. Der Anspruch auf Aufwertungsgutschriften nach Ende des unbezahlten Urlaubs und Wiederaufnahme der Beschäftigung bleibt jedoch bestehen (längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2021).

Bei Wechsel des Arbeitsverhältnisses zu einem Arbeitgeber, dessen berufliche Vorsorge ebenfalls durch die BVK abgewickelt wird, bleibt der Anspruch auf Aufwertungsgutschriften bestehen, sofern ein nahtloser Übertritt vom alten ins neue Arbeitsverhältnis erfolgt.

Hypothek

Folgende Personen können eine BVK Hypothek beantragen:

  • Versicherte
  • Nicht-BVK-Versicherte
  • Rentnerinnen und Rentner

Mit einer BVK Hypothek können folgende Objekte finanziert werden:

  • Einfamilienhäuser
  • Stockwerkeigentum (Eigentumswohnungen)
  • Mehrfamilienhäuser in Privatbesitz mit einem maximalen Gewerbeanteil von 20% des Ertrages
  • Renditeliegenschaften

Wir finanzieren ausschliesslich Wohnobjekte in der deutschsprachigen Schweiz.

Die BVK vergibt Festhypotheken mit einer Laufzeit von 2–12 Jahren. Nicht angeboten werden sogenannte Geldmarkt- oder Libor-Hypotheken.

Sie haben die Möglichkeit, mit einer Terminhypothek (auch Forward Hypothek genannt) den attraktiven Zinssatz von heute für Ihre Festhypothek von morgen zu sichern. Eine Terminhypothek ist bis zu 18 Monate vor Start der Laufzeit abschliessbar. 

Der Abschluss einer Terminhypothek ist für Erst- und Ablösehypotheken möglich. Sie können also auch eine auslaufende Festhypothek vorzeitig mit einer Terminhypothek verlängern. Die Zinsabsicherung ist für die ersten sechs Monate  kostenlos. Für die restlichen Monate muss ein kleiner Zinszuschlag geleistet werden.

Unsere Hypothekarzinssätze orientieren sich am Markt für gleichartige erstrangige Hypotheken. Die Konditionen für Festhypotheken werden in der Regel alle zwei Wochen am ersten Werktag festgelegt und ebenfalls auf der BVK Website publiziert.

Festhypotheken
Für die Vergabe von Festhypotheken gilt der wöchentlich publizierte Zinssatz. Offerten der BVK sind 20 Tage gültig. Gesuche werden frühestens 18 Monate vor gewünschtem Beginn der Festhypothek entgegengenommen.

Belehnungsgrenzen für selbstbewohnte Wohnobjekte:

  • max. 75% bis Alter 65
  • max. 65% ab Alter 65

Basis bildet der von uns festgesetzte Belehnungswert (aktueller Marktwert oder Kaufpreis bei Neuerwerb). Es gilt der niedrigere der beiden Werte.

Kreditbetrag: Mindestens 200’000 CHF

Belehnungsgrenzen für nicht selbstbewohnte Wohnobjekte (z.B. Mehrfamilienhäuser, Renditeliegenschaften)

  • max. 70%


Kreditbetrag: Mindestens 300’000 Franken bis maximal 5 Mio. Franken.

Die Kosten für Hypothekarzinsen, Unterhalt und Betrieb der Immobilie dürfen 35% des Bruttoeinkommens, das vom Darlehensnehmer alleine oder gemeinsam mit einem weiteren, solidarisch haftenden Darlehensnehmer erzielt wird, nicht übersteigen.

Bei der Tragbarkeitsberechnung geht die BVK von einem theoretischen marktüblichen Zinssatz von gegenwärtig 4,5% aus. Zudem wird für Unterhalt und Betrieb 1% des Kaufpreises/Marktwertes dazu gerechnet. Für die Tragbarkeitsrechnung werden sämtliche weiteren Schulden (wie z.B. andere Kreditverpflichtungen) miteinbezogen. Alimentenverpflichtungen werden grundsätzlich vom Bruttoeinkommen in Abzug gebracht.

Austritt aus der BVK: Die Hypothek wird unverändert weitergeführt, sofern die Bonität weiterhin gegeben ist.

Vermietung: Die Hypothek kann zu denselben Konditionen und Belehnungsgrenzen weitergeführt werden, sofern die Renditeliegenschaft selbsttragend ist.

Verkauf: Der Käufer kann bei Interesse die BVK-Hypothek übernehmen. Dies unter der Voraussetzung, dass Tragbarkeit und Belehnung den BVK Vorgaben entsprechen. Die Hypothek kann auch auf ein neues Kaufobjekt übertragen werden. Die BVK Richtlinien bezüglich Tragbarkeit und Belehnung müssen weiterhin eingehalten sein.

Die Hypothekarzinsen werden grundsätzlich im Lastschriftenverfahren (LSV) beglichen. Der Hypothekarnehmer unterschreibt zu diesem Zweck eine Belastungsermächtigung. Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen bei ungenügendem Kontoguthaben bzw. falschen oder nicht mehr gültigen Kontoangaben eine Umtriebsentschädigung in Rechnung stellen müssen.

Hypothekarzinsen sind vierteljährlich fällig: 31. März, 30. Juni, 30. September, 31. Dezember.

Wer Hypothekarzinsen nicht zum vereinbarten Termin überweist, gerät unmittelbar und ohne Mahnung in Verzug. Der Verzugszins beträgt 5%.

Variable Hypotheken
Diese können von jeder Partei mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist auf Ende eines jeden Kalendermonats mit eingeschriebenem Brief gekündigt werden. Bei Verkauf der Liegenschaft kann auf den Termin der Eigentumsübertragung schriftlich gekündigt werden. Dazu muss der Darlehensnehmer zwingend einen Entwurf des Kaufvertrags einreichen.

Festhypotheken
Für Festhypotheken sind während der vertraglich vereinbarten Laufzeit keine Teilrückzahlungen möglich, sofern dies im Vertrag nicht anderweitig geregelt wurde. Eine vorzeitige Kündigung ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Es muss eine Vorfälligkeitsentschädigung entrichtet werden (positive Differenz aus dem geltenden Festhypothekarzinssatz inklusive Marge beim Vertragsabschluss gemäss Hypothekarvertrag und dem jeweiligen Geld- oder Kapitalmarktsatz, kumuliert für die ordentliche Restlaufzeit). Es wird in jedem Fall eine Umtriebsentschädigung belastet.

Bei Ablauf einer Festhypothek wird der Schuldner rechtzeitig vor Ablauf angeschrieben und es werden ihm die neuen für ihn verbindlichen Konditionen bekannt gegeben. Erfolgt bis zum Ende der Ablauffrist keine anderweitige Mitteilung des Schuldners, so wird die Hypothek als variable Hypothek zum dannzumal geltenden BVK-Zinssatz weitergeführt.

Bei der Umwandlung einer variablen Hypothek in eine Festhypothek gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Für diesen Zeitraum wird kein Forward-Zuschlag erhoben. Deshalb kann der Zinssatz bei Kündigung der variablen Hypothek (Eingangsstempel BVK) verbindlich festgelegt werden.

Verpfändung

Jede aktiv versicherte Person hat im Rahmen der gesetzlichen Wohneigentumsförderung die Möglichkeit, ihre versicherten Alters-, Invaliditäts- und Todesfallleistungen sowie das Spar­kapital (auch Freizügigkeitsleistung genannt) zu verpfänden.

Die BVK benötigt eine Verpfändungsanzeige des Kreditgebers. Vertragsparteien eines sol­chen Pfandvertrages sind die versicherte Person einerseits und der Kreditgeber anderseits. Zusätzlich ist durch die versicherte Person das Formular «Bestätigung von Verpfändung von Vorsorgegeldern /-leistungen» einzureichen.

Die versicherten Leistungen bzw. die Freizügigkeitsleistung dienen dem Kreditgeber als zu­sätzliche Sicherheit.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten von Verpfändungen, die sich auch kombinieren lassen:

1. Verpfändung der Freizügigkeitsleistung:
Statt eines Vorbezugs der Freizügigkeitsleistung ist auch deren Verpfändung möglich. Im Falle einer Pfandverwertung geht für Sie die verpfändete Freizügigkeitsleistung verloren. Dadurch entstehen die gleichen Auswirkungen wie beim Vorbezug (siehe auch Merkblatt «Vorbezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung»). Konkret werden Ihre Vorsorgeleistungen im Alter gekürzt.

2. Verpfändung des Anspruchs auf Vorsorgeleistungen (Alter, Invalidität, Tod):
Im Falle einer Pfandverwertung Ihrer Vorsorgeleistungen verlieren Sie oder Ihre Hinterbliebenen den Anspruch auf Auszahlung von Renten oder Kapitalleistungen. Dies solange, bis der gesicherte Kredit getilgt ist. Die Pfandverwertung der Vorsorgeleistung ist erst auf deren Fälligkeit möglich. So wird beispielsweise die Altersrente erst fällig, wenn Sie sich pensionieren lassen; die Invalidenrente wird nur fällig, falls Sie überhaupt invalid werden.

Sie finden den Höchstbetrag auf Ihrem persönlichen Vorsorgeausweis unter «Möglicher Vorbezug
für Wohneigentum».

Höchstbetrag

  • Bis Alter 50 maximal die Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Pfandverwertung.
  • Ab Alter 50 maximal die Freizügigkeitsleistung im Alter 50 oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Verpfändung - je nachdem, welcher Betrag höher ist.


Im Gegensatz zum Vorbezug besteht für die Verpfändung kein Mindestbetrag.

Wenn Sie die geforderten Zins- oder Amortisationszahlungen nicht mehr termingerecht leisten, kann der Kreditgeber die Verwertung der Sicherheit verlangen. Er macht dies in Form einer Betreibung auf Pfandverwertung.

Stellen Sie der BVK den Pfandvertrag zu. Danach erhalten Sie ein Antragsformular. Bitte füllen Sie dieses vollständig aus und schicken Sie es, zusammen mit den geforderten Unterlagen, an die BVK.

  • Für eine Verpfändung ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten bzw. des eingetragenen Lebenspartners notwendig. Die Unterschrift des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners muss notariell beglaubigt werden.
  • Nicht verheiratete Personen bzw. nicht in eingetragener Partnerschaft lebende Personen müssen einen aktuellen Personenstandsausweis einreichen.

Wenn Sie sich für eine Kapitalbeschaffung mit Geldern aus der beruflichen Vorsorge entscheiden, sollten Sie Ihren Entscheid immer auch mit dem Kreditgeber absprechen.

Vorteile:

  • Keine Leistungsreduktion im Alter, bei Invalidität oder Tod (ausser bei Pfandverwertung).
  • Je nach Kreditgeber tiefere Hypothekarzinssätze.
  • Je nach Kreditgeber höhere Hypothekardarlehen.
  • Keine Steuerfolgen, da keine Auszahlung erfolgt (ausser bei Pfandverwertung).

Nachteile:

  • Kein zusätzliches Eigenkapital und entsprechend keine Reduktion der Hypothekarzinsen.
  • Risiko der Pfandverwertung
Für den Newsletter anmelden
Newsletter Link
Scroll Top Link