Scheidung

Im Scheidungsfall wird für jeden Ehegatten gesondert ermittelt, um wie viel die Freizügigkeitsleistung bei seiner Pensionskasse während der Dauer der Ehe angewachsen ist. Am Zuwachs der Freizügigkeitsleistung während der Ehedauer ist der andere Partner zur Hälfte zu beteiligen.

Ist bereits ein Vorsorgefall eingetreten (Alter oder Invalidität), kann die Teilung der Freizügigkeits­leistung nicht vorgenommen werden. Der Rentenbeziehende hat nach der Schei­dung dem geschiedenen Ehegatten allenfalls eine Entschädigung aus dem Privatvermögen auszurichten. Ob und in welcher Höhe eine Entschädigung geschuldet ist, wird vom Gericht festgelegt unter Berücksichtigung der Ehedauer, der Altersvorsorge der einzel­nen Partner und der gesamten finanziellen Verhältnisse.

Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Scheidung
-  Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Heirat aufgezinst bis zur Scheidung
= Zuwachs der Freizügigkeitsleistung während der Ehe

Sind beide Partner in einer Pensionskasse versichert, wird für beide der Zuwachs der Freizügigkeitsleistung während der Ehe ermittelt und die Differenz überwiesen.

Ist nur ein Partner in einer Pensionskasse versichert, wird die Hälfte seines Zuwachses dem anderen Partner überwiesen. Die Freizügigkeitsleistung darf nicht auf ein Privatkonto überwiesen werden. Es muss entweder ein Freizügigkeitskonto eröffnet oder eine Freizügigkeitspolice abgeschlossen werden.

Vor der Heirat geleistete Einkäufe oder getätigte Vorbezüge im Rahmen der Wohneigentumsför­derung werden für die Berechnung des Zuwachses nicht berücksichtigt. Bitte beachten Sie, dass die Wahl des Güterstandes (Errungenschaftsbeteiligung, Gütergemeinschaft und Gütertrennung) keinen Einfluss auf die Berechnung der zu teilenden Freizügigkeitsleistung hat. Falls Sie während der Ehe Einkäufe in die Pensionskasse getätigt und aus dem Eigengut finanziert haben (z.B. aus einer Schenkung oder Erbschaft), können Sie dem Scheidungsgericht die notwendigen Belege vorlegen. Dieses entscheidet dann über die Korrektur der zu teilenden Freizügigkeitsleistung.

Die Zuständigkeit liegt allein beim Scheidungsrichter. Die BVK liefert Ihnen zuhanden des Gerichts lediglich die notwendigen Berechnungen. Es ist auch der Scheidungsrichter, welcher die BVK beauftragt, die Überweisung vorzunehmen.

Wenn Sie mit der Festlegung der zu übertragenen Freizügigkeitsleistung nicht einverstanden sind, müssen Sie Ihre Einwände im Rahmen des Scheidungsverfahrens vorbringen. Die BVK ist nicht befugt, an den Anordnungen des Scheidungsrichters Änderungen vorzunehmen.

Die Überweisung hat einzig Auswirkungen auf die Höhe Ihrer Altersleistungen, da sich Ihr Sparguthaben im Umfang der Überweisung reduziert hat. Die Risikoleistungen (Invalidität oder Tod) sind durch die Überweisung nicht tangiert, da sie sich im Grundsatz nach dem versicherten Lohn bemessen (siehe dazu unsere Merkblätter «Leistungen bei Invalidität» und «Hinterbliebenenleistungen»).

Ja. Sie haben die Möglichkeit, die durch die Ehescheidung entstandene Lücke durch freiwillige Einzahlungen wieder ganz oder teilweise auszugleichen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Persönlicher Einkauf».

Bei ausländischen Scheidungsurteilen wird die Anerkennung und Vollstreckung durch ein Schweizer Gericht vorausgesetzt, bevor die Teilung der Freizügigkeitsleistung voll­zogen werden kann.

In der beruflichen Vorsorge sind registrierte gleichgeschlechtliche Paare den Ehepaaren gleichgestellt (Partnerschaftsgesetz). Mit Heirat ist immer auch die Eintragung einer Partnerschaft gemeint, mit Scheidung auch die Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.

Freizügigkeitsleistungen

Die Freizügigkeitsleistung ist das Sparguthaben, das Sie auf Ihrem Konto bei der BVK angespart haben. Die Höhe ist auf Ihrem Vorsorgeausweis aufgeführt.

Die Höhe der Freizügigkeitsleistung entspricht dem im Austrittszeitpunkt vorhandenen Sparguthaben. Dieses setzt sich  zusammen aus den Arbeitnehmer- und Arbeitgebersparbeiträgen, allfälligen persönlichen Einkäufen und aus eingebrachten Freizügigkeitsleistungen sowie den Zinsen.

Die Freizügigkeitsleistung (auch Austrittsleistung genannt) wird grundsätzlich fällig, wenn eine ver­sicherte Person ihr Arbeitsverhältnis beendet und in der Folge aus der BVK austritt. An­spruch auf Freizügigkeitsleistung hat, wer folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Die versicherte Person hat bei Austritt das 60. Altersjahr nicht vollendet.
  • Es werden keine Invaliditätsleistungen ausbezahlt.
  • Das Arbeitsverhältnis wird nach Vollendung des 60. Altersjahres - aber vor Errei­chung des ordentlichen AHV-Alters – beendet, und die versicherte Person tritt unmittelbar eine neue Anstellung an oder meldet sich beim Regiona­len Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos.

Bei einem Stellenwechsel ist die BVK gesetzlich dazu verpflichtet, die gesamte Freizügigkeitsleis­tung an die Vorsorgeeinrichtung Ihres neuen Arbeitgebers zu übertragen. Falls Sie in keine neue Vorsorgeeinrichtung eintreten, haben Sie die Wahl zwischen der Überweisung Ihres Pensionskassenguthabens auf ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder der Eröffnung einer Freizügigkeitspolice bei einer Versicherungsgesellschaft.

Sie können Ihre berufliche Vorsorge auch bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG weiterzuführen. Informationen dazu erhalten Sie auf www.chaeis.net oder Tele­fon 041 799 75 75.

Wichtig: Falls Sie uns nicht bis 6 Monate nach Austritt die notwendigen Zahlungsinstruktio­nen zustellen, überweist die BVK Ihre Freizügigkeitsleistung an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (auf ein auf Ihren Namen laufendes Freizügigkeitskonto).

Ein Freizügigkeitskonto ist ein Sperrkonto, auf dem Ihr Pensionskassenguthaben deponiert wird. Rentenleistungen sind nicht versichert. Die Überweisung auf ein Freizügigkeitskonto empfiehlt sich, wenn Sie planen, Ihr Sparkapital später wieder an eine Pensionskasse zu übertragen.

Bei der Freizügigkeitspolice geht es nicht nur um das Deponieren Ihrer Freizügigkeitsleistung, sondern auch um die Versicherung von Rentenleistungen. Deshalb kann die Police nicht ohne Verlust vorzeitig aufgelöst werden. Falls Sie planen, Ihr Pensionskassenguthaben in Kürze wieder an eine Pensionskasse zu übertragen, eignet sich die Freizügigkeitspolice eher weniger. Auskünfte dazu erteilt die policenführende Versicherungsgesellschaft.

Ja, unter gewissen Voraussetzungen ist das möglich. Mit Barauszahlung ist gemeint, dass Ihre Freizügigkeitsleistung auf ein nicht gesperrtes Konto überwiesen wird, z.B. auf ein Privatkonto. Bei einem Übertrag auf ein nicht gesperrtes Konto fallen Kapitalsteuern an.

Eine Barauszahlung ist möglich,...

  1. wenn Sie die Schweiz endgültig verlassen und nicht im Fürstentum Liechtenstein wohnen. Der obligatorische Anteil der Freizügigkeitsleistung («BVG-Altersguthaben») darf nicht bar ausbezahlt werden, wenn Sie in einem EU- oder EFTA-Land weiter obligatorisch gegen die finanziellen Folgen von Alter, Invalidität und Tod versichert sind. Der obligatorische Teil ist in diesem Fall auf ein Freizügigkeitskonto oder auf eine Freizügigkeitspolice in der Schweiz zu überweisen. Der überobligatorische Anteil kann auf ein nichtgesperrtes Konto (z.B. Privatkonto) ausbezahlt werden.
    Sind Sie nicht in einem EU- oder EFTA-Land obligatorisch einer Sozialversicherung angeschlossen, ist die Barauszahlung der vollständigen Freizügigkeitsleistung möglich. Der Nachweis ist durch die versicherte Person zu erbringen. Die Abklärung über die Versicherungspflicht können Sie durch die «Zentralstelle 2. Säule» (www.zentralstelle.ch) vornehmen lassen.
    Wichtig: Die Barauszahlung unterliegt der Quellensteuer und erfolgt erst nach der Aufgabe des Wohnsitzes in der Schweiz. Es ist in jedem Fall eine Abmeldebestätigung der Einwohnerkontrolle einzureichen.
  2. wenn Sie im Haupterwerb eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und damit der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstellt sind. Der BVK ist in diesem Fall die Bestätigung der AHV-Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende/-r im Haupterwerb einzureichen.
    Wichtig: Der dem Einkauf entsprechende Betrag inklusive Zinsen darf innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung) bezogen werden.
  3. wenn die Freizügigkeitsleistung weniger als einen Jahresbeitrag der versicherten Person beträgt.

Wichtig: Nicht verheiratete und nicht in eingetragener Partnerschaft lebende versicherte Personen müssen dem Antrag auf Barauszahlung einen aktuellen Personenstandsausweis beilegen. Verheiratete oder in eingetragener Partnerschaft lebende versicherte Personen benötigen die beglaubigte Unterschrift des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners.

Nach der Kündigung erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber das Formular «Persönliche Erklärung». Mit diesem Formular teilen Sie uns verbindlich mit, wie wir mit Ihrer Freizügigkeitsleistung verfahren sollen. Bitte beantworten Sie alle Fragen vollständig und senden Sie uns das unterschriebene Formular bis spätestens zum Austritt zu.

Pensionierung

Sie können Ihre Alterspensionierung ab dem vollendeten 60. Altersjahr erklären. Die ordentliche Pensionierung erfolgt auf das Ende des Monats, in welchem Sie das 65. Altersjahr vollenden. Bei Lehrpersonen und Professorinnen und Professoren erfolgt die ordentliche Alterspensionierung auf das Ende des Semesters oder Schuljahres nach Vollendung des 65. Altersjahres.

Sie haben die Möglichkeit bis längstens zur Vollendung des 70. Altersjahres versichert zu bleiben, sofern Sie mit Ihrem Arbeitgeber die Weiterarbeit vereinbart haben. Männer und Frauen werden dabei gleich behandelt.

Ab Alter 65 ist die Fortführung der Versicherung bei der BVK fakultativ. Sie möchten die Versicherung weiterführen und zusätzliches Alterskapital ansparen? In diesem Fall bezahlen Sie und Ihr Arbeitgeber auf dem BVG-pflichtigen Jahreslohn weiterhin Spar- und allenfalls Sanierungsbeiträge. Die Beiträge für die Risikoversicherung (Invalidität, Tod) entfallen.

Bitte beachten Sie, dass die Weiterversicherung nur möglich ist, wenn die Weiterarbeit beim gleichen Arbeitgeber vereinbart wurde. Eine Reduktion des Beschäftigungsgrades ab Alter 65 löst eine Teilpensionierung aus (Teilpensionierung sind in maximal 2 Schritten möglich).

Sie möchten lieber auf die Weiterführung der Versicherung verzichten? Die Beitragszahlungen werden in der Folge eingestellt und die BVK setzt Ihre Altersleistungen fest. Sie erhalten alsdann monatlich eine Altersrente (zusätzlich zum Lohn). Bitte beachten Sie, dass der Bezug der Altersrente in diesem Fall nicht aufgeschoben werden kann.

Wenn Sie auf die Weiterführung der Versicherung verzichten möchten, ist dies der BVK mit dem Formular «Verzicht Sparversicherung nach Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalter» spätestens 30 Tage vor dem gewünschten Pensionierungszeitpunkt mitzuteilen.

Bitte melden Sie den gewünschten Pensionierungszeitpunkt Ihrem Arbeitgeber, nicht der BVK. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses löst einen Rentenanspruch am darauffolgenden Monatsersten aus.

Die Höhe Ihrer Altersrente ist von Ihrem persönlichen Sparguthaben abhängig. Bitte konsultieren Sie Ihren Vorsorgeausweis, den wir Ihnen jährlich zustellen. Darin finden Sie alle Angaben zu Ihrem Sparguthaben.

Für die Berechnung der jährlichen Altersrente wird das Sparguthaben im Zeitpunkt der Alterspensionierung mit einem Umwandlungssatz in eine Altersrente auf Lebzeiten umgerechnet. Die Höhe des Umwandlungssatzes ist vom gewählten Pensionierungsalter abhängig und wird auf Monate genau berechnet. Die genauen Zahlen finden Sie auf unserem Merkblatt «Altersleistungen».

Ja. Altersrentnern wird für jedes Kind bis Alter 18 und in Ausbildung bis Alter 25 eine Alterskinderrente ausgerichtet. Anspruch auf eine Alterskinderrente besteht für eigene Kinder oder Stiefkinder, für deren Unterhalt Sie zur Hauptsache aufgekommen sind sowie für Kinder, welche Sie unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen haben. Die Höhe der Rente berechnet sich aus dem Sparguthaben gemäss BVG-Minimum.

Sie haben allenfalls Anspruch auf einen Überbrückungszuschuss. Dieser soll bei einer Frühpensio­nierung die noch fehlende AHV-Altersrente teilweise ersetzen. Anspruch auf einen Überbrückungszuschuss der BVK haben Versicherte, die beim Kanton angestellt sind oder deren Arbeitgeber die Leistung Überbrückungszuschuss im Anschlussvertrag nicht ausgeschlossen hat.

Ja, das ist möglich. Sie können bei der Alterspensionierung Ihr Sparguthaben ganz oder teilweise als Kapital beziehen.

Bitte beachten:

  • Ein Kapitalbezug muss der BVK mindestens einen Monat vor der Alterspensionierung schriftlich mitgeteilt werden. Innerhalb dieser Frist kann die Mitteilung nicht mehr widerrufen werden.
  • Wer von der BVK eine volle Invalidenrente erhält, hat keinen Anspruch auf Bezug der Altersleistungen in Kapitalform. Bei Teilinvaliden beschränkt sich die Möglichkeit des Kapitalbezugs auf den der verbleibenden Erwerbstätigkeit entsprechenden Teil des Sparguthabens.

Bitte füllen Sie das Antragsfor­mular «Antrag auf Kapitalbezug» vollständig aus. Zusätzlich zum Antragsformular müssen folgende Dokumente eingereicht werden:

  • Nicht verheiratete versicherte Personen: einen aktuellen Personenstandsausweis.
  • Verheiratete Personen oder in eingetragener Partnerschaft lebende Personen: eine be­glaubigte Unterschrift des Ehegatten/der Ehegattin bzw. des eingetragenen Partners/der eingetragenen Partnerin.

Der dem Einkauf entsprechende Betrag inklusive Zinsen darf innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung) bezogen werden.

Persönliche Einkäufe in die Pensionskasse können in der Regel vom steuerpflichti­gen Einkommen abgezogen werden. Dieser Steuervorteil wird Ihnen rückwirkend von den Steuerbehörden nicht mehr zugestanden, falls Sie innerhalb von drei Kalenderjah­ren nach dem Einkauf einen Kapitalbezug geltend machen. Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig die steuerlichen Auswir­kungen bei der zuständigen Steuerbehörde abzuklären.

Bitte beachten: Im Umfang der Kapitalauszahlung werden sämtliche Ansprüche gegenüber der BVK reduziert, namentlich auch der Anspruch auf einen Überbrückungszuschuss.

Die Pensionierung kann in jedem Fall höchstens in zwei Schritten erfolgen.

Bei einer Teilpensionierung wird eine Altersrente im Verhältnis zur Reduktion des versicherten Lohnes ausgerichtet. In der Höhe der Beschäftigungsgradreduktion kann ein Überbrückungszuschuss bezogen werden, sofern Ihr Arbeitgeber die Leistung Überbrückungszuschuss anschlussvertraglich nicht ausgeschlossen hat. Bei einer Teilpensionierung wird eine Teil-Altersrente im Verhältnis zur Reduktion des versicherten Lohnes ausgerichtet. Im gleichen Verhältnis kann ein Überbrückungszuschuss bezogen werden (siehe Merkblatt «Überbrückungszuschuss»).

Auskünfte über die AHV-Beitragspflicht und die Höhe der AHV-Beiträge erteilt die zuständige Ausgleichskasse. Weitere Angaben finden Sie auf dem Merkblatt 2.03 der AHV/IV «Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO» auf der Website www.ahv-iv.info. Seitens BVK werden von den Altersleistungen keine AHV-Beiträge in Abzug gebracht.

Ja. Dies unter der Voraussetzung, dass Sie unmittelbar eine neue Anstellung antreten oder beim Regiona­len Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos gemeldet sind. Die Freizügigkeitsleistung wird mit dem Austritt aus der BVK fällig. Damit entfallen jegliche Ansprüche der versicherten Person oder ihrer Angehöri­gen gegenüber der BVK auf Leistungen; namentlich auch der Anspruch auf Überbrückungszuschuss.

Nach Eingang der Austrittsmeldung Ihres Arbeitgebers erhalten Sie von der BVK das Anmelde­formular für die Altersrente mit integriertem Antragsformular für die Auszahlung der Freizügigkeitsleis­tung. Der Antrag auf Bezug der Freizügigkeitsleistung muss einen Monat vor Austritt aus der BVK schriftlich bei der BVK eingereicht werden.

Ja, nach einer vorzeitigen Pensionierung ist eine Wiederanstellung aus Sicht der Pensionskasse möglich. Ab einem bestimmten Mindesteinkommen ist aber in der Regel erneut die Versicherung bei einer Pensionskasse Pflicht.

Falls Sie sich bei der BVK vorzeitig pensionieren lassen und danach beim gleichen Arbeitgeber oder bei einem anderen, welcher der BVK angeschlossen ist, anstellen lassen, ist ein «notwendiger Mindestunterbruch» zwingend nötig, ansonsten ist die Pensionierung nicht gültig und kann durch die BVK nicht abgewickelt werden.

Bei einer Wiedereinstellung innerhalb von drei Monaten nach der Pensionierung geht die BVK, gestützt auf die bisherige Gerichtspraxis, davon aus, dass im rechtlichen Sinne mit grosser Wahrscheinlichkeit eine unrechtmässige Alterspensionierung vorliegt.

Flexibel sparen

Arbeitnehmende und Arbeitgebende leisten ihre monatlichen Sparbeiträge gemeinsam. Bei der BVK finanziert der Arbeitgeber 60% der Beiträge, Ihr Anteil beträgt standardmässig entsprechend 40%. Das angesparte Kapital wird, für die Finanzierung Ihrer Altersleistungen verwendet (Rente oder Kapital). Je grösser Ihr Sparguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung, desto höher sind Ihre Altersleistungen – und umgekehrt.

Zur Wahl stehen drei Sparbeitragsvarianten:

  • Variante «Basis» (-2%)
  • Variante «Standard»
  • Variante «Top» (+2%)


Mit der Beitragsvariante «Basis» zahlen Sie 2-Prozentpunkte weniger ein als mit der Beitragsvariante «Standard». Mit der Beitragsvariante «Top» zahlen Sie 2-Prozentpunkte mehr ein als mit der Beitragsvariante «Standard». Standardmässig sind alle Versicherten der Variante «Standard» zugeteilt.

Ihre Vorteile, wenn Sie eine höhere Sparbeitragsvariante wählen

  • Ihr Sparguthaben wächst schneller – und damit auch Ihre späteren Altersleistungen.
  • Bei einem Arbeitgeberwechsel mit Austritt aus der BVK erhöht sich das Sparguthaben, das Sie mitnehmen können.
  • Die höheren Sparbeiträge verringern Ihren Nettolohn - die Einkommenssteuer sinkt.
  • Ihr Einkaufspotenzial steigt.
  • Persönliche Einkäufe sind aus steuerlichen Gründen während drei Jahren für einen Kapitalbezug gesperrt. Höhere Sparbeiträge sind von dieser Regelung nicht betroffen.


Überlegungen für die Wahl der Variante «Top»

  • Sie legen Wert auf sehr gute Pensionskassenleistungen im Alter. Deshalb sind Sie bereit, freiwillig mehr Sparguthaben anzusparen. Dass der Nettolohn dadurch etwas kleiner ausfällt, macht Ihnen nichts aus.
  • Sie wollen Ihr Sparguthaben trotz offenem Vorbezug für Wohneigentum erhöhen.
  • Sie suchen eine Alternative zu einem persönlichen Einkauf in die BVK.
  • Sie können keine persönlichen Einkäufe mehr leisten, weil Sie das Einkaufspotenzial bereits ausgeschöpft oder einen Vorbezug für Wohneigentum getätigt haben.

Ihre Vorteile, wenn Sie eine tiefere Sparbeitragsvariante wählen

  • Die monatlichen Lohnabzüge sinken, Ihr Nettolohn steigt.
  • Sie können Ihre private Sparquote flexibler handhaben (dritte Säule).


Überlegungen für die Wahl der Variante «Basis»

  • Sie befinden sich vorübergehend in einer finanziell angespannten Lage.
  • Sie legen eher mehr Gewicht auf die private Vorsorge (dritte Säule).
  • Sie sind vermögend und im Alter weniger auf die Leistungen der Pensionskasse angewiesen.
  • Sie sind sich bewusst, dass Ihre Altersleistungen in der Variante «Basis» tiefer ausfallen als bei den beiden anderen Varianten.

Wenn Sie keine Wahl treffen, sparen Sie Ihr Sparguthaben automatisch mit der Beitragsvariante «Standard» an.

Wählen Sie Ihre bevorzugte Sparvariante bequem und schnell unter www.bvk.ch/beitraege. Treffen Sie Ihre Wahl bis jeweils spätestens am 30. November. Die Zugangsdaten finden Sie auf ihrem Vorsorgeausweis.  

Sie können Ihre Beitragsvariante auch brieflich ändern. Benutzen Sie das Formular«Antrag zur Änderung der Beitragsvariante» und stellen Sie uns dieses unterschrieben per Post zu.

Treffen Sie Ihre Wahl bis spätestens 30. November. Die von Ihnen gewählte Sparbeitragsvariante gilt ab dem 1. Januar des Folgejahres und solange, bis Sie eine andere Wahl treffen.

Bitte beachten: Eine Änderung nach dem 30. November ist erst auf das übernächste Jahr wirksam.

Nein. Beim Eintritt sind Sie automatisch in der Sparbeitragsvariante «Standard» versichert. Sie können erstmals auf den Januar des Folgejahres eine andere Sparbeitragsvariante wählen (bis spätestens 30. November).

Aktivversicherte können jährlich auf den 1. Januar die Beitragsvariante ändern. Die Wahl muss bis zum 30. November erfolgen. Wenn Sie nach dem 30. November wählen, wirkt sich das nicht ab 1. Januar des folgenden Jahres, sondern ab dem 1. Januar des übernächsten Jahres aus. Die gewählte Beitragsvariante gilt solange, bis die versicherte Person eine andere Wahl trifft.

Nein. Die Arbeitgeberbeiträge sind unabhängig von Ihrer Wahl immer gleich hoch. Das Gleiche gilt auch für die Risikobeiträge der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden.

Nein. Die BVK informiert Ihren Arbeitgeber nach Meldeschluss über Ihre Wahl. Die neuen Arbeitnehmersparbeiträge werden Ihnen im Januar des Folgejahres erstmals vom Lohn abgezogen.

Sie müssen die Sparbeitragsvariante nur einmal ändern. Die Wahl gilt immer für alle bei der BVK versicherten Anstellungsverhältnisse.

Beispiel: Sie wählen ab 1. Januar 2020 die Sparbeitragsvariante «Top». Sie haben seit 2009 eine Anstellung 1 bei Arbeitgeber X. Auf August 2020 folgt eine zusätzliche Anstellung 2 bei Arbeitgeber Y. Sie sparen auch im zweiten Arbeitsverhältnis in der Variante «Top».

Nein. Die Berechnungen der Hinterbliebenen- bzw. Invaliditätsleistungen basieren auf dem versicherten Lohn, nicht auf der Höhe des Sparguthabens. Bei Tod oder Invalidität erfolgt die Weiterführung der Beitragsprämien durch die BVK auf der Grundlage der Beitragsvariante «Standard», unabhängig von Ihrer Wahl.

Ja, für Junge lohnt sich dies wegen dem Zinseszinseffekt erst recht. So erhöht sich das Sparguthaben, das man bei einem Arbeitgeberwechsel mit Austritt aus der BVK mitnehmen kann. Auch die Altersrente fällt höher aus.

Personen mit Jahrgang 1956 und älter, die schon vor 2017 bei der BVK versichert waren, erhalten aufgrund der Reduktion des Umwandlungssatzes per 1.1.2017 einen frankenmässigen Rentenbesitzstand garantiert. Höhere Sparbeiträge und persönliche Einkäufe wirken sich deshalb in einer ersten Phase nur bei einem Kapitalbezug auf die Altersleistungen aus. In den meisten Fällen empfiehlt es sich nicht, die Beitragsvariante «Top» zu.

Die Zugangsdaten befinden sich auf Ihrem individuellen Vorsorgeausweis.

Bitte treffen Sie im Online-Tool unter www.bvk.ch/beitraege Ihre Wahl und bestätigen Sie diese. Sie diese. Sie können sich die Bestätigung an Ihre E-Mail-Adresse senden lassen.

Einkauf

Aktivversicherte und Invalidenrentenbeziehende können sich steuerbegünstigt bis zu den maximalen reglementarischen Altersleistungen einkaufen. Der Einkauf dient der Verbesserung des Vorsorgeschutzes durch Erhöhung des Sparguthabens. Allfällige Lücken können beispielsweise durch das Fehlen von Beitragsjahren, bei Lohnerhöhungen oder bei Scheidungen entstanden sein. Darüber hinaus sind Einkäufe zum Auskauf der Rentenkürzung bei einer vorzeitigen Pensionierung möglich.

Versicherte, die einen Vorbezug für Wohneigentum getätigt haben, können persönliche Einkäufe erst leisten, wenn der Vorbezug zurückbezahlt ist. Wiedereinkäufe infolge einer Ehescheidung sind in der Höhe der erfolgten Scheidungsüberweisung jederzeit möglich.

Wenn Sie aus dem Ausland zugezogen sind und zuvor nie einer Vorsorgeeinrichtung in der Schweiz angeschlossen waren, beschränkt sich Ihre maximale jährliche Einkaufssumme in den ersten 5 Jahren nach dem Zuzug auf 20% Ihres versicherten Lohnes.

Wenn Sie früher selbstständig erwerbend waren und über Guthaben in der Säule 3a verfügen, prüft die BVK, ob Ihnen diese bei der maximal möglichen Einkaufssumme anzurechnen sind.

Ein persönlicher Einkauf (im Gegensatz zur Rückzahlung des Vorbezugs für Wohneigentum) ist vom steuerpflichtigen Einkommen absetzbar. Bitte klären Sie Fragen zur Abzugsberechtigung mit dem zuständigen Steueramt.

Einkäufe inklusive Zinsen sind während drei Jahren für Kapitalbezüge gesperrt (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung).

Persönliche Einkäufe in die Pensionskasse können in der Regel vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden. Dieser Steuervorteil wird Ihnen rückwirkend von den Steuerbehörden nicht mehr zugestanden, falls Sie innerhalb von drei Kalenderjahren nach dem Einkauf einen Kapitalbezug geltend machen (Vorbezug oder Bezug bei Pensionierung). Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig die steuerlichen Auswirkungen bei der zuständigen Steuerbehörde abzuklären.

Bitte beachten: Ein getätigter Einkauf in die BVK kann nicht rückgängig gemacht werden.

Die Höchstansätze für Einkäufe sind nach Alter festgelegt. Sie finden die genauen Zahlen sowie ein Beispiel für die Berechnung einer Höchsteinkaufssumme in unserem Merkblatt «Persönlicher Einkauf».

Bitte beachten:

  • Pro Jahr sind mehrere Einkäufe möglich.
  • Einkäufe können bis 1 Monat vor Austritt/Pensionierung geleistet werden.
  • Ein persönlicher Einkauf ist auch während der Weiterführung des Arbeitsverhältnisses nach Alter 65 möglich. Das Einkaufspotenzial beschränkt sich jedoch auf jenes im Alter 65.

Gerne erstellen wir Ihnen eine Einkaufs-Offerte. Sie können diese telefonisch anfordern oder über das Online-Formular  bestellen.

Wichtig: Für den persönlichen Einkauf erhalten Sie von uns eine Rechnung. Einzahlungen ohne vorgängige Rechnungsstellung unsererseits müssen wir zurückweisen.

Sie erhalten nach Eingang Ihres Einkaufsbetrages automatisch eine Bestätigung zugestellt.

Einkäufe werden ab Zahlungseingang bei der BVK verzinst. Der aufgezinste Einkaufsbetrag wird im Rücktrittszeitpunkt mit dem Umwandlungssatz in eine jährliche Rentenverbesserung umgerechnet.

Die sich aus einem Einkauf ergebende Rentenverbesserung kann nicht im voraus genau berechnet werden, da wir insbesondere die zukünftigen Zinssätze nicht kennen. Ob sich ein freiwilliger Einkauf für Sie lohnt, lässt sich aufgrund einer einlässlichen Prüfung Ihrer persönlichen und finanziellen Verhältnisse durch Ihren Finanzberater beurteilen.

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