Eintritt

Der Eintritt erfolgt jeweils per 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres. Ab dann werden Sie für die Risiken Tod und Invalidität versichert. Der Sparprozess für die Altersvorsorge beginnt am 1. Januar des Jahres, in dem die versicherte Person 21 Jahre alt wird.

Der versicherte Lohn entspricht dem vom Arbeitgeber gemeldeten anrechenbaren Jahreslohn (AHV-pflichtiges Einkommen), vermindert um den AHV-Koordinationsabzug. Dadurch versichern AHV/IV und BVK nicht die gleichen Lohnanteile.

Der versicherte Lohn ist einerseits die Grundlage für die Berechnung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die BVK, andererseits für die Berechnung der Leistungen im Invaliditäts- und Todesfall.

Bei einer Beschäftigung von 100% entspricht der Koordinationsabzug 24‘885 CHF (Stand 2019). Bei einer Teilbeschäftigung wird der Koordinationsabzug entsprechend dem Beschäftigungsgrad angepasst.

Die Finanzierung der Leistungen erfolgt durch die Beiträge der Arbeitnehmenden, die Beiträge der Arbeitgeber sowie durch die Vermögenserträge (Zinsen). Der Arbeitgeber übernimmt standardmässig 60% der Beiträge, der Arbeitnehmende 40%. Die Beiträge werden jeden Monat direkt vom Lohn abgezogen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen an die BVK überwiesen.

Die geschuldeten Beiträge bestehen aus Sparbeiträgen für die Altersvorsorge und Risikobeiträgen für die Invaliditäts- und Todesfallversicherung.

Versicherte können seit 2017 mitbestimmen, wie viel Alterskapital sie ansparen wollen. Zur Wahl stehen drei Sparbeitragsvarianten:
a) Variante «Basis» (-2%)
b) Variante «Standard»
c) Variante «Top» (+2%)

In der Beitragsvariante «Basis» zahlen Sie 2-Prozentpunkte weniger ein als in der Beitragsvariante «Standard». In der Beitragsvariante «Top» zahlen Sie 2-Prozentpunkte mehr ein als in der Beitragsvariante «Standard». Standardmässig sind alle Versicherten der Variante «Standard» zugeteilt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Merkblatt «Flexibel sparen mit Beitragsvarianten» oder auf unserer Internetseite.

Sie sind verpflichtet, bei Aufnahme in die BVK alle Freizügigkeitsleistungen früherer Vorsorge- und Freizügigkeitseinrichtungen einzubringen. Dadurch erhöht sich das für die Berechnung Ihrer Altersrente massgebende Sparkapital.

Selbstständigerwerbende, die bisher nicht einer beruflichen Vorsorgeeinrichtung angeschlossen waren, konnten jährlich bis zu 34‘128 CHF (Stand 2019) oder maximal 20% des Erwerbseinkommens steuerbegünstigt in die Säule 3a einzahlen. Nach der Aufnahme in die BVK gilt der Maximalbetrag von 6‘826 CHF (Stand 2019). Dafür entstehen normalerweise steuerbegünstigte Einkaufsmöglichkeiten in der BVK.

Selbst wenn Sie mit Ihrem Einkommen die Eintrittsschwelle erreichen, werden Sie in folgenden Fällen nicht versichert:

  • Ihre Anstellung ist befristet und erfolgte für höchstens drei Monate.

  • Sie üben nur eine Nebenbeschäftigung aus und sind im Hauptberuf obligatorisch versichert.

  • Sie üben nur eine Nebenbeschäftigung aus und sind hauptberuflich selbstständig erwerbend

  • Sie sind im Sinne der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zu mindestens 70% invalid.

Massgebend ist das vom Arbeitgeber gemeldete Salär. Dieses beinhaltet den Jahreslohn sowie regelmässige Zulagen. Dieser Lohn kann vom effektiven Bruttolohn auf dem Lohnausweis abweichen.

Nicht als regelmässige Zulagen gelten
Dienstaltersgeschenke, Vergütungen für Überzeit, Barabgeltungen der Ferien, Einmalzulagen, Prämien aus betrieblichem Vorschlagswesen, Sitzungsgelder, Honorare und Abfindungen. Sitzungsgelder und Honorare können vom Arbeitgeber mittels Vertragsoption mitversichert werden.

Behördenentschädigungen
Diese bestehen meist aus einer Grundentschädigung (Pauschale), Sitzungsgeldern und Spesen. Als anrechenbarer Lohn gilt nur die Grundentschädigung.

Sie werden in die BVK aufgenommen, wenn Sie ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eingehen und ein Jahressalär von mehr als 21’330 CHF erzielen (Stand 1.1.2019). Bei Anstellungen, die weniger als ein Jahr gedauert haben, wird der Lohn auf ein Jahr hochgerechnet.

Beispiel
Sie verdienen während einer viermonatigen Anstellung 20‘000 CHF.

Sie werden in die BVK aufgenommen, weil die jährliche Eintrittsschwelle von 21‘330 CHF ebenfalls auf vier Monate heruntergerechnet wird. Sie beträgt somit nur noch 7‘110 CHF (21‘330 CHF / 12 Monate x 4 Monate).

Behörden- und Gerichtsdolmetscher/-innen
Sie gelten sozialversicherungsrechtlich als unselbstständig erwerbstätig. Sie werden aufgenommen, sofern die finanzielle Eintrittsschwelle erreicht wird.

Behördenmitglieder, z.B. Gemeinderat, Schulpflege
Sie werden aufgenommen, sofern die feste Grundentschädigung die Eintrittsschwelle erreicht.

Die BVK ist die Vorsorgeeinrichtung für die Angestellten des Kantons Zürich. Viele politische Gemeinden, Schul- und Kirchgemeinden sowie verschiedene öffentlich-rechtliche Körperschaften und dem Kanton nahestehende Institutionen haben sich ebenfalls der BVK angeschlossen.

Todesfallsumme

Die Todesfallsumme wird ausgerichtet, wenn eine aktiv versicherte Person verstirbt, ohne dass die BVK Renten oder Abfindungen an die Hinterbliebenen leisten muss. Stirbt eine rentenbeziehende Person, wird keine Todesfallsumme ausgerichtet.

Die Todesfallsumme entspricht dem vorhandenen Sparguthaben.

Unter dem versicherten Jahreslohn ist der anrechenbare Jahreslohn abzüglich des Koordinations­abzugs zu verstehen. Einzelheiten dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Aufnahme in die BVK».

Anspruchsberechtigt sind, unabhängig vom Erbrecht, die Hinterbliebenen nach folgender Rangordnung:

  1. Personen, die von Ihnen nachweislich in erheblichem Masse unterstützt worden sind oder die Person, die mit Ihnen in den letzten fünf Jahren bis zum Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss,
  2. bei deren Fehlen, Ihre Kinder, bei deren Fehlen die Eltern oder bei deren Fehlen die Geschwister.

Sie können schriftlich festlegen, welche Personen Sie innerhalb einer Gruppe begünstigen möchten und zu welchen Anteilen diese Anspruch auf die Todesfallsumme haben.

Wird der BVK innert 3 Monaten nach dem Tod keine schriftliche Erklärung eingereicht, erfolgt die Auszahlung gemäss obiger Rangordnung. Bei mehreren Berechtigten innerhalb einer Gruppe erfolgt die Auszahlung zu gleichen Teilen. Fehlen anspruchberechtigte Personen, verfällt das Sparguthaben an die BVK.

Hochzeit und Familie

Ein Freizügigkeitskonto ist ein Sperrkonto, auf dem Ihr Pensionskassenguthaben deponiert wird. Rentenleistungen sind nicht versichert. Die Überweisung auf ein Freizügigkeitskonto empfiehlt sich, wenn Sie planen, Ihr Sparkapital später wieder an eine Pensionskasse zu übertragen.

Bei der Freizügigkeitspolice geht es nicht nur um das Deponieren Ihrer Freizügigkeitsleistung, sondern auch um die Versicherung von Rentenleistungen. Deshalb kann die Police nicht ohne Verlust vorzeitig aufgelöst werden. Falls Sie planen, Ihr Pensionskassenguthaben in Kürze wieder an eine Pensionskasse zu übertragen, eignet sich die Freizügigkeitspolice eher weniger. Auskünfte dazu erteilt die policenführende Versicherungsgesellschaft.

Bei einem Stellenwechsel ist die BVK gesetzlich dazu verpflichtet, die gesamte Freizügigkeitsleis­tung an die Vorsorgeeinrichtung Ihres neuen Arbeitgebers zu übertragen. Falls Sie in keine neue Vorsorgeeinrichtung eintreten, haben Sie die Wahl zwischen der Überweisung Ihres Pensionskassenguthabens auf ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder der Eröffnung einer Freizügigkeitspolice bei einer Versicherungsgesellschaft.

Sie können Ihre berufliche Vorsorge auch bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG weiterzuführen. Informationen dazu erhalten Sie auf www.chaeis.net oder Tele­fon 041 799 75 75.

Wichtig: Falls Sie uns nicht bis 6 Monate nach Austritt die notwendigen Zahlungsinstruktio­nen zustellen, überweist die BVK Ihre Freizügigkeitsleistung an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (auf ein auf Ihren Namen laufendes Freizügigkeitskonto).

Arbeitnehmende und Arbeitgebende leisten ihre monatlichen Sparbeiträge gemeinsam. Bei der BVK finanziert der Arbeitgeber 60% der Beiträge, Ihr Anteil beträgt standardmässig entsprechend 40%. Das angesparte Kapital wird, für die Finanzierung Ihrer Altersleistungen verwendet (Rente oder Kapital). Je grösser Ihr Sparguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung, desto höher sind Ihre Altersleistungen – und umgekehrt.

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