
Wir investieren in die Zukunft
Sonnige Aussichten in Down Under
Über ihr extern verwaltetes Infrastrukturgefäss investiert die BVK seit Ende 2025 in den Bau von zwei Hybrid-Solar- und Batterieprojekten in Australien. Dank bereits ausgehandelten Stromabnahmeverträgen, unter anderem mit dem Bergbau- und Metallkonzern Rio Tinto und dem australischen Staat, liefern die beiden Grossprojekte einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung in Down Under.
Vielleicht denken Sie bei Australien zuerst an Kängurus und Koalabären. Oder an riesengrosse Spinnen, die giftiger sind als alles, was in der Schweiz sein Unwesen treibt. Vielleicht aber auch an Surferinnen und Surfer, die die Wellen landauf und landab unsicher machen. Oder an die Sonne, die dort strahlt wie nirgends sonst auf der Welt. Australien verfügt über die weltweit höchste Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter.
Zum Vergleich: In der Schweiz liegen die jährlichen Sonnenstunden üblicherweise zwischen 1500 und 2000 Stunden – in Australien bei 2847 Sonnenstunden pro Jahr. Diese Kraft der Sonne nachhaltig und effizient zu nutzen, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Dekarbonisierung. Und genau das machen die beiden Anlagen mit dem Namen Smoky Creek und Guthrie’s Gap.
Solarstrom und Batterie zusammengedacht
Damit liegen die Projekte voll im australischen Energietrend, denn das hiesige Stromsystem befindet sich im Wandel: Strom aus Kohle – heute verantwortlich für rund 45 Prozent des lokalen Strommixes – soll durch Grünstrom ersetzt werden. Hybride Solar- und Batteriespeicherprojekte haben an der Transformation einen wichtigen Anteil: Sie sichern die Netzstabilität durch schnell abrufbare Kapazitäten.
Im Jahr 2025 übernahm die BVK über ihr extern verwaltetes Infrastrukturgefäss indirekt einen Anteil an Smoky Creek und Guthrie’s Gap, um den Ausbau zukunftsweisender Solar- und Batteriespeicherprojekte voranzutreiben. Das bereitgestellte Eigenkapital ermöglicht die Realisierung der Hybridanlagen Smoky Creek und Guthrie’s Gap. Diese beiden Anlagen haben eine beeindruckende Kapazität von 900 MW / 3600 MWh – eine Energiemenge, die rechnerisch ausreicht, um 300 000 Haushalte für einen vollen Tag mit Strom zu versorgen. Dank langfristigen Abnahmeverträgen mit Partnern wie Rio Tinto, einem der weltweit grössten Bergbau- und Metallkonzerne, und der australischen Regierung ist nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Projekte, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung Australiens sichergestellt.
Ein Blick nach vorn
Zusammen mit bereits abgeschlossenen Verträgen für Wind- und Solarstrom werden die neuen Hybridanlagen Smoky Creek und Guthrie’s Gap künftig 80 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Aluminiumwerks Boyne von Rio Tinto decken. Sobald alle Projekte vollständig in Betrieb sind, reduziert dies die direkten und indirekten CO2-Emissionen des Werks (Scope-1- und -2-Emissionen) um rund 70 Prozent. Weitere nachhaltige Energiegewinnungsprojekte sollen folgen. Wenn das mal keine sonnigen Aussichten sind für nachhaltige Energie in Down Under!
11.08.2026