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Engagement zeigt Wirkung

Aktionäre werden lauter

An Generalversammlungen werden vermehrt Anträge von Aktionären behandelt. Ein Zeichen, dass sich die Eigentümer mehr engagieren.

Die Generalversammlungen 2024 zeigten auf, dass immer häufiger Engagement-Themen zur Abstimmung kommen, auch wenn es diese Anträge noch schwer haben. Hier eine Auswahl, die aufzeigt, dass sich Aktionäre bei den investierten Firmen zunehmend für ökologische und gesellschaftliche Themen einsetzen.

Beim Onlineversandhändler Amazon standen gleich 14 Aktionärsanträge auf der Agenda. Darunter eine unabhängige Prüfung der Arbeitsbedingungen für Lagerarbeiter. Beim amerikanischen Schokoladekonzern Hershey kam zur Sprache, dass die Löhne der Kakaobauern unter dem  Existenzminimum liegen, was zu Armut, Kinderarbeit und unzureichendem Zugang zu Bildung führt. 

Das Einrichtungsunternehmen Home Depot wiederum soll ihre Biodiversitätsstrategie durch Offenlegung und Bewertung der negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt untermauern. Auch der grösste Nahrungsmittelkonzern, Nestlé, musste sich Anträgen stellen. Es wurde gefordert, dass transparenter über «gesunde» und «ungesunde» Produkte gemessen am Nährstoffgehalt berichtet wird. Ziel: Nestlé soll sich auf ein gesünderes Produktesortiment ausrichten.

Einmal mehr zu reden gab ExxonMobil. Das Unternehmen sah sich mit dem Vorwurf konfrontiert, zuwenig für die Eindämmung der Klimakrise zu unternehmen. Exxon drehte den Spiess um und klagte gegen zwei Investorengruppen, die Klimaanträge stellen wollten. Obwohl die Anträge zurückgezogen wurden, hielt Exxon an der Klage fest, um dem «Aktionärsaktivismus», wie sie es nennen, einen endgültigen Riegel zu schieben. 

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