Engagement zeigt Wirkung
Aktionäre werden lauter

An Generalversammlungen werden vermehrt Anträge von Aktionären behandelt. Ein Zeichen, dass sich die Eigentümer mehr engagieren.
Die Generalversammlungen 2024 zeigten auf, dass immer häufiger Engagement-Themen zur Abstimmung kommen, auch wenn es diese Anträge noch schwer haben. Hier eine Auswahl, die aufzeigt, dass sich Aktionäre zunehmend für ökologische und gesellschaftliche Themen einsetzen.
Beim Onlineversandhändler Amazon wurde eine unabhängige Prüfung der Arbeitsbedingungen für Lagerarbeiter beantragt. Beim amerikanischen Schokoladekonzern Hershey kam zur Sprache, dass die Löhne der Kakaobauern unter dem Existenzminimum liegen, was zu Armut, Kinderarbeit und unzureichendem Zugang zu Bildung führt. Auch der grösste Nahrungsmittelkonzern, Nestlé, musste sich Anträgen stellen. Es wurde gefordert, dass transparenter über «gesunde» und «ungesunde» Produkte gemessen am Nährstoffgehalt berichtet wird. Ziel: Nestlé soll sich auf ein gesünderes Produktesortiment ausrichten.
Einmal mehr zu reden gab ExxonMobil. Das Unternehmen sah sich mit dem Vorwurf konfrontiert, zu wenig für die Eindämmung der Klimakrise zu unternehmen. Exxon drehte den Spiess um und klagte gegen zwei Investorengruppen, die Klimaanträge stellen wollten. Obwohl die Anträge zurückgezogen wurden, hielt Exxon an der Klage fest, um den «Aktionärsaktivismus», wie sie es nennen, einen endgültigen Riegel zu schieben.
Bei all diesen Firmen setzt sich die BVK mit ihren Partnern mit direkten Engagements für Veränderungen ein.